In Verbindung der Städte Roth, Schwabach, Nürnberg, Stein und Fürth bietet das Rednitztal weit mehr als nur Naherholung. Hier verbinden sich Natur, Geschichte und Kultur zu einer einzigartigen Landschaft, die es zu entdecken und zu bewahren gilt. Die „Perlenkette Rednitztal“ macht besondere Orte entlang des Flusses sichtbar – stille Naturjuwele, historische Stätten und faszinierende Einblicke in die Nutzung des Wassers durch die Jahrhunderte.
Diese Website begleitet Sie bei Ihrer Entdeckungstour: zu Fuß, mit dem Rad oder digital – tauchen Sie ein, sammeln Sie Ihre persönlichen „Perlen“ und helfen Sie mit, dieses wertvolle Tal zu schützen.
Das Tal der Rednitz: Ein Natur- und Kulturerbe
Das Tal der Rednitz, das mit dem Zusammenfluss von Schwäbischer und Fränkischer Rezat bei Georgensgmünd beginnt und in Fürth sich mit der Pegnitz vereint, bietet eine beeindruckende Vielfalt an Schönheiten und Besonderheiten. Bereits früh wurde das Rednitztal als landwirtschaftlich genutzte Fläche weitgehend von städtischer Bebauung freigehalten, wodurch es heute einer einzigartigen Fauna und Flora als wertvoller Lebensraum dient.
Die weitläufigen, vielerorts noch bewässerten Wiesenflächen sind Heimat für Störche, Heidelibellen und zahlreiche andere Insekten und Vögel. Der Fluss selbst bietet Lebensraum für Fische, Muscheln, Krebse und sogar den Biber. Hier finden Pflanzen unterschiedlichste Biotope vor, von nassen und feuchten bis hin zu trockenen Standorten. Besonders hervorzuheben sind die traditionell bewässerten Wiesen, die von einer kleinen Anzahl von Wässergemeinschaften gepflegt werden und 2023 von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt wurden. Diese Wiesen tragen entscheidend dazu bei, die Luft in trockenen und heißen Sommern durch erhöhte Verdunstung angenehm abzukühlen. Insgesamt fungiert das Tal als wichtiger Klimaregulierer, indem es feucht-kühle Luftströme leitet und bedeutende Thermiken an den Talrändern erzeugt.
Historisch interessant
Der Fluss ist jedoch nicht nur ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sondern auch seit jeher eine wichtige Energiequelle für die Menschen, die an seinen Ufern leben. Historisch betrieben sie mit Wasserkraft angetriebene Mühlen und Hammerwerke, bewässerten ihre Wiesen über Schwerkraft oder Schöpfräder und nutzen in der Neuzeit moderne Turbinensysteme zur Gewinnung elektrischer Energie.
Bereits im Altertum waren Wasserwege beliebte Verkehrswege, da sie eine einfache Fortbewegung ermöglichten und das Durchqueren der Talauen erleichterten. Furten und später Brücken ermöglichten die Querung der Flüsse. Archäologische Funde und alte Bauwerke zeugen noch heute von diesen Wanderbewegungen, Konflikten und Besiedlungsaktivitäten.
Heute spielen die Wiesenfluren des Rednitztals eine bedeutende Rolle für die Naherholung. Sie sind für die Stadtbevölkerung der Metropolregion Nürnberg leicht und schnell mit verschiedenen Verkehrsmitteln sowie zu Fuß erreichbar.
Nicht zuletzt hat der Fluss auch die schönen Künste in Wort und Bild inspiriert. Dies zeigt sich in der regionalen Literatur sowie in den Werken bildender Künstler*, die in Ausstellungen und Skulpturenpfaden präsentiert werden.
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Richten Sie diese gerne per E-Mail an info@rednitzperlen.de.
* Diese Webseite verwendet das traditionelle deutsche generische Maskulinum. Dies geschieht ohne jede diskriminierende Absicht und gilt für alle Geschlechter gleichermaßen.





